Kennt ihr das?

Du hast etwas im Kopf, das du machen willst, kaum hast du zwei Schritte gemacht, hast du es auch schon wieder vergessen. Also los, zurück zum Ursprungsort, dann kommt auch der Gedanke in nützlicher Frist wieder zurück.
Diese Szene kennt ihr sicher.

Nun fiel mir auf, dass ich mit meinem Leben in den letzten Jahren genau das gemacht habe. 

Nachdem ich vor ca. 3 Jahren komplett die Richtung in meinem Leben verloren hatte, keine Ahnung mehr hatte, was ich mit mir und meinem Leben anfangen soll, machte ich nach einer Weile des herum dümpelns genau das, ich ging zurück. 

Dabei musste ich merken, dass die Jahre 2020 bis 2022 viel tiefere Spurrinnen hinterlassen haben, als mir bis dahin bewusst war.

Ich zweifelte an fast allem, am meisten jedoch an mir selbst.
Ich sah mich nicht mehr. Ich sah nur noch mein scheitern.
Meinen Mut konnte ich zu der Zeit nicht mehr erkennen.

Enttäuscht von vielem und vielen, fiel mir die Neuausrichtung überhaupt nicht leicht.

Was will ich?
Wo will ich hin?
Ja was kann ich denn überhaupt?
Braucht es mich überhaupt?
Würde mich überhaupt jemand vermissen, wenn ich nicht mehr da wäre?
Diese und ein Meer an Gedanken, nahmen mir den nächtlichen Schlaf.

Nur ganz wenige wussten von meinem Taumeln, alle anderen liess ich glauben mir ginge es bestens, ich wollte ja funktionieren und stark sein und vor allem niemanden verunsichern mit meinem Taumeln. So manövrierte ich mich erfolgreich in den Überlebensmodus.

Irgendwann Ende 2024 beschloss ich, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Ich bat um Rat und Führung in der geistigen Welt und das wichtigste, ich korrigierte meinen Mindset.

Nach und nach liess ich meine destruktiven Gedanken über mich selbst weiter ziehen und überlegte mir, was ich tun könnte.

Ich wusste ich wollte wieder unterrichten. Weil ich extrem gerne unterrichte, weil es mir grosse Freude macht, weil ich nie so fokussiert bin wie in diesen Stunden, weil ich während jeder Stunde dazu lerne und weil mir meine Feinfühligkeit und meine Tiefe beim Unterrichten sehr zu Gute kommen, nicht wie in anderen Bereichen des Lebens.

Also fing ich wieder an in Fitnessstudios usw. Yoga und Pilates zu unterrichten, ich ging zurück dorthin wo ich vor mehr als 20 Jahren angefangen hatte, in Fitnessstudios.

Die beste Entscheidung meines Lebens! Es gibt keine Zufälle, man landet immer dort wo man landen soll. Am einen Ort erinnerst du dich an deine Talente, andere Orte erinnern dich an das, was für dich eben nicht mehr stimmt.
Mir wurden lauter Orte zum erinnern geschenkt.

Ich erinnerte mich, wo meine Talente liegen, was ich zu geben habe, was mich ausmacht, was ich brauche um glücklich zu sein, was ich will und was ich nicht mehr will.

Durch mein zurück gehen, habe ich mich erinnert wer ich bin.

Ich habe mich erinnert, das jetzt die Zeit ist sanft zu sein!

An mir selber habe ich erlebt, dass tatsächlich Wunder passieren, wenn wir unsere eigene Strenge ablegen und uns erlauben sanft zu uns selbst zu sein. Tun wir dies, ergibt sich vieles von selbst, für das wir vorher gekämpft haben.

Im Leben geht es nicht immer gerade aus, manchmal braucht es Umwege oder eben ein paar Schritte zurück um zum Ziel zu gelangen.

Danke Leben, dass es keine Zufälle gibt.

Zum Glück ging ich zurück, um mich zu erinnern.
Danke!

2026 dürfen die Blumen blühen, die auf dem Mist der vergangen Jahre gewachsen sind.
Dankbar!